Ricardo Saro – Painting

06 September – 10 October

© Ricardo Saro, Photographer: Achim Kukulies, Düsseldorf
© Ricardo Saro, Photographer: Achim Kukulies, Düsseldorf
© Ricardo Saro, Photographer: Achim Kukulies, Düsseldorf
© Ricardo Saro, Photographer: Achim Kukulies, Düsseldorf
© Ricardo Saro, Photographer: Achim Kukulies, Düsseldorf
© Ricardo Saro, Photographer: Achim Kukulies, Düsseldorf
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All Works

On September 4th, Schönewald Fine Arts opens its new exhibition Ricardo Saro – Painting. The exhibition presents paintings of different formats of recent times and makes selected examples of Saros’ significant development since the 1990s.

 With his paintings Ricardo Saro (born 1947 in Santander / Spain) makes a distinctive contribution to the field of color painting, in which all aspects of a painting, like space, light and movement,  submit themselfs enitrely to the organization of color. The power of the color is the starting point of his artistic work. In fact it is his leitmotif. His intuitive selection of colors creates surfaces that move and interact dynamically. This autonomy of Saros position also becomes evident  in his last exhibition at the Josef Albers Museum Quadrat in Bottrop, which focused on his paintings of the last three years. His paintings emphasize the materiality of color. Their physical presence is experienced directly. This gives them their own peace at all choppiness of quickly applied patches. Although each picture is built up of diverse elements whose logic defies simple representation, it finds to their own unity from which we encounter the color left. Whether it is large or smaller picture formats - we always have the impression that the color vocalizes itself and it is of great appeal. In 1967 Saro begins studying sculpture at the former Werkkunstschule in Hannover, followed by first group exhibitions. During his studies, his interests in painting grew stronger continuously. In 1972 he completes the sculptor studies with a diploma and in Spring of 1973, he begins studies at the Akademie der Bildenden Künste in Berlin, this time with a focus on painting with Johannes Geccelli, who appointed Saro as a master student in 1980. His work is represented in numerous private and public collections: Sprengel Museum Hannover, Museum Ostwall Dortmund, collection Weishaupt Ulm, Würth Collection, Kunstmuseum Bonn, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop, Folkwang Museum Essen. Ricardo Saro lives and works in Benthe near Hanover.

Am 4. September eröffnet Schönewald Fine Arts im Rahmen der DC Open von 18 bis 22 Uhr die Ausstellung Ricardo Saro – Malerei. Die Ausstellung präsentiert Gemälde unterschiedlicher Formate der jüngeren Zeit und macht an einigen ausgewählten Beispielen Saros Entwicklung seit den 1990er Jahren deutlich.

 Ricardo Saro (geb. 1947 in Santander/Spanien) leistet mit seinen Gemälden einen unverwechselbaren Beitrag auf dem Gebiet der Farbmalerei, bei der alle Ebenen des Bildes, wie der Raum, das Licht und die Bewegung, sich ganz der Organisation der Farbe verdanken. Die Wirkkraft der Farbe, die den Ausgangspunkt seines künstlerischen Schaffens bildet, ist leitmotivisch für Saros Arbeiten. Seine intuitive Farbwahl, das nahe Herangehen an seine Bilder und das Schichten von Farbe auf Farbe, von Pigment auf Pigment, lassen die Farbflächen dynamisch und bewegt wirken. Sie verleihen den Arbeiten eine Tiefe. Die „Malerei der Gegensätze“ – das Wechselspiel zwischen Hell und Dunkel, die komplementären Kontraste, das Pendeln zwischen Ruhe und Bewegung, „strukturieren“ die Oberfläche und lassen tiefschichtige Farbräume entstehen, die, je nach Lichteinfall, die Wirkkraft der Farbe verstärken. 
Diese Eigenständigkeit von Saros Position stellte auch seine jüngste Ausstellung im Josef Albers Museum Quadrat in Bottrop wieder unter Beweis, in der Gemälde aus den letzten drei Jahren im Mittelpunkt standen. Seine Bilder thematisieren insbesondere das Fließende der Farben, ihre dauernde Wandlung im Auge von Betrachter und Betrachterin. Saro setzt mit einem wie automatischen Duktus seiner Hand Flecken von unterschiedlicher Chromatik nebeneinander, und dort, wo sie aufeinander treffen, bildet sich eine dritte Energie, die über die Ausgangselemente hinausreicht. Saros Malerei betont die Materialität der Farben, ihre physische Präsenz ist unmittelbar erfahrbar. Dies verleiht ihr bei aller Bewegtheit der rasch aufgetragenen Flecken eine eigene Ruhe. Obwohl jedes Bild sich aus vielfältigen Elementen aufbaut, deren Logik sich jeder einfachen Darstellung entzieht, findet es doch zu einer eigenen Geschlossenheit, aus der uns die Farbe gelassen entgegentritt. Gleichgültig ob es sich um große oder kleinere Bildformate handelt, wir haben doch immer den Eindruck, dass sich die Farbe hier selbst zur Sprache bringt, dass sie sich auf der Leinwand selbständig organisiert, ohne dass die Hand des Malers wirklich lenkend eingriffe. Dieses Leuchten der Farben aus sich selbst heraus ist von großem Reiz. 
1967 beginnt Saro ein Studium der Bildhauerei an der damaligen Werkkunstschule in Hannover. Es folgen erste Gruppenausstellungen. Während des Studiums entwickelt er ein immer stärker werdendes Interesse an Malerei. 1972 schließt er das Bildhauerstudium mit dem Diplom ab und beginnt im Frühjahr 1973 ein weiteres Studium an der Hochschule für bildende Künste in Berlin, diesmal mit dem Schwerpunkt Malerei bei Johannes Geccelli, der ihn 1980 zum Meisterschüler ernennt. Seine Arbeiten sind in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten: Sprengel Museum Hannover, Museum Ostwall Dortmund, Sammlung Weishaupt Ulm, Sammlung Würth, Kunstmuseum Bonn, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop, Folkwang Museum Essen. Ricardo Saro lebt und arbeitet in Benthe bei Hannover.