Otto Boll – Sculptures

22 January – 20 February

Mit der Ausstellung Otto Boll – Skulpturen eröffnet Schönewald Fine Arts im Rahmen von 
Galerien Flingern das Ausstellungsprogramm 2011. Gezeigt werden 7 stereometrische Körper aus geschwärztem Stahl und Aluminium, entstanden zwischen 1979 - 2009. Winkel-, Kreis- und ellipsoide Formen hängen an kaum wahrnehmbaren Nylonfäden im Raum. Die Stärke der Winkel nimmt dabei vom Scheitel aus ab. So entstehen spitz zulaufende Zylinder, die sich in der Form entmaterialisieren und visuell in ihre Umgebung eintreten. Durch unser Sehen wiederum treten wir ein in die Skulptur. Dynamische Stille. Otto Boll wurde in 1952 in Issum geboren, lebt und arbeitet am Niederrhein. Er studierte in der Abteilung für Kunsterzieher Münster an der Kunstakademie Düsseldorf  in der Klasse von Ernst Hermanns. Zahlreiche Förderpreise wurden ihm verliehen, früh das Karl-Schmit-Rottluff-Stipendium sowie das der Jürgen-Ponto-Stiftung und den „Kunstpreis Junger Westen“. Sein Werk ist zahlreich in privaten und öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland vertreten. Aus heutiger Sicht nimmt das Werk von Otto Boll eine klassisch minimalistische Position ein. Annähernd an ein Zitat des amerikanischen Bildhauers Fred Sandback über seine eigenen Arbeiten, „Ich habe mich schon früh von dem Modell solcher einzelnen skulpturalen Volumina zugunsten einer Skulptur gelöst, die weniger ein Ding an sich wurde und mehr eine diffuse Schnittstelle zwischen mir, meiner Umgebung und anderen, die diese Umgebung bevölkern; errichtet aus dünnen Linien, die ausreichend Raum ließen, um sich durch sie hindurch und in ihr herum zu bewegen. Noch Skulptur, wenn auch weniger dicht, mit einer Ambivalenz zwischen Außenraum und Innenraum. Eine Zeichnung, die man bewohnen kann“ stellt sich auch im Werk von Otto Boll die Frage nach Ordnungsgefüge und Wahrnehmungsgeschehen.