Neue Wege der Abstraktion – Bernhard Frize, Richard Allen Morris, David Reed, Gerhard Richter, Juan Uslé – Die Sammlung Peter Metzger

28 April – 26 May

Mit Neue Wege der Abstraktion eröffnet Schönewald Fine Arts am Samstag, den 28.04.12 von 
11 bis 15 Uhr eine weitere Ausstellung, die erstmalig Einblicke in die private Sammlung Peter Metzger gewährt. Diese wurde in den letzten 20 Jahren zusammengetragen und hat ihren Schwerpunkt in der abstrakten Malerei seit 1990. Gezeigt werden 47 Werke der Künstler Bernard Frize, Richard Allen Morris, David Reed, Gerhard Richter und Juan Uslé. Das Sammlungskonzept zielt darauf ab, künstlerische Positionen über einen längeren Zeitraum zu verfolgen. Die ersten Ankäufe der Werke von Gerhard Richter und Juan Uslé wurden bereits in den frühen 1990er Jahren getätigt; 2000 folgten Arbeiten von David Reed; erst danach wurde Bernard Frize in die Sammlung aufgenommen, obwohl die erste Begegnung mit seinem Werk viel früher stattgefunden hatte. Eine gewisse Sonderstellung nehmen die Werke von Richard Allen Morris ein, weil auch vor dem Jahr 1990 entstandene Arbeiten in der Sammlung enthalten sind. Auf Anraten von Paul Schönewald wurde die Sammlung Peter Metzger von vornherein international angelegt. Gemeinsam ist allen Werken die Kombination von konzeptioneller Strenge und malerischer Qualität. David Reed beispielsweise treibt die malerische Raffinesse soweit, dass Betrachter, die erstmals ein Werk des Künstlers sehen, es nicht unbedingt für Malerei halten. In den Arbeiten von Bernard Frize, der neue Methoden entwickelt, Bilder zu malen, erschließen sich dagegen die malerischen Feinheiten erst auf den zweiten Blick. Die Bilder des Spaniers Juan Uslé zeichnen sich durch eine ungeheure narrative Präsenz trotz nicht-figurativer Form aus. Viele Werke leben von dem Zusammenspiel eines strengen Bildaufbaus mit freien malerischen Elementen und von dem Kontrast matter, undurchdringlicher Partien mit transparenten Bildelementen. Zu Richters Werk bleibt festzuhalten, daß es einzigartig ist, weil es die unterschiedlichsten Möglichkeiten von Malerei auf äußerst intelligente Weise bis an die jeweiligen Grenzen auslotet. Peter Metzger hat über 20 Jahre als Aktienanalyst gearbeitet und parallel dazu die hier ausgestellte Sammlung abstrakter Malerei aufgebaut. In der zeitgenössischen Malerei sucht er nach künstlerischen Positionen, die die Entwicklung der Malerei weiter vorantreiben. In der Investmentbranche galt Peter Metzger als kritischer Analyst, der auch unpopuläre Meinungen gegen Widerstände vertreten hat. 2010 gewann er als Aktienanalyst den Handelsblatt Award für die besten Aktienempfehlungen im Jahr 2009. Gemeinsamkeiten zwischen dem Vorgehen im Beruf und im Aufbau der Sammlung gibt es insofern, als die Sammlung wie ein Portfolio gesteuert wird. Folglich existieren etablierte künstlerische Positionen (G. Richter) neben Werken von mid career artists (B. Frize, J. Uslé) und jungen Positionen. Wie in einem Wertpapierportfolio werden junge künstlerische Positionen, die sich nicht bewährt haben, wieder veräußert und neue aufgenommen.