Gastspiel – Michael Biber, Lutz Braun, Matthias Dornfeld, Hedwig Eberle, Georg Fuchssteiner, Ioan Grosu (in cooperation with Matthias Jahn, Munich)

16 January – 14 February

Photographer: Achim Kukulies, Düsseldorf
Photographer: Achim Kukulies, Düsseldorf
Photographer: Achim Kukulies, Düsseldorf
Photographer: Achim Kukulies, Düsseldorf
Photographer: Achim Kukulies, Düsseldorf
Photographer: Achim Kukulies, Düsseldorf
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All Works

In cooperation with Matthias Jahn, Munich, Schönewald Fine Arts jointly opens the exhibition Gastspiel on Friday, January 16th, 2015 from 6-10pm, with Galerien Flingern. The exhibition features 30 works by six contemporary artists, who are presented for the first time to a wider audience in the Rhineland. All artists unifies their zest for exploring and questioning possibilities of contemporary art either based upon historial subjects (Dornfeld, Eberle and Fuchssteiner) reverie (Biber) or appropriation of reality (Grosu). By means of screen-printing and light exposure, Michael Biber (*1978, studied at the AdBK in Munich under Markus Oehlen) deals with the limits of pictorial representation, thus taking part in a discourse about medial narrowness. Biber’s installational and room filling paintings, frottages and works on paper reflect his engagement with versatile materials and express his artistic thinking process. Hedwig Eberle (*1977, studied at the UdK in Berlin under Dr. Marwan and later at the AdBK in Munich under Sean Scully) concentrates on colour and puts it in the center of her works. She repeatedly applies paint on a mostly bright, primed chromatic background. Thereby, she creates a meshwork of colours with a fine line (Strichführung). While Eberle had focused initially on the subjet of heads in the last years, she now concentrates on landscapes and therefore endores an additional, figurative level. Also, Matthias Dornfeld (*1960, studied at the AdBK in Munich) works with layers of paint, partially removed and painted anew, thus creating a highly compact image space. His works are dominated by objects such as vases or huge bouquets of flowers, but also by women figures or human faces, which often appear like maskes. In his works the Romanian painter Ioan Grosu (*1985, studied at the AdbK in Munich under Günther Förg) experiments with aspects of intermediality. He borrows his subjects from already existing paintings, films and photographies. Based upon motives from Hungarian magazines of the 1970s, he created a series of works on canvas and paper as well as collages for the show in Düsseldorf. Besides dreamlike scenarios Lutz Braun’s (*1976, studied at the Städelschule in Frankfurt under Per Kirkeby and Thomas Bayrle) works also reflect themes of transcience, loneliness and decay. The color selection illustrates the ambivalence of his paintings. In addition to his works on canvas, painted carpets represent an important body of his work. The complex work of Georg Fuchssteiner (*1982, studied at the AdbK in Munich under Markus Oehlen) emphasizes his never ending curiosity and openness for art history, music and literature. Thereby, he creates paintings, which reflect personal experiences, impressions and imagination. Alongside his realistically developed paintings he also creates works which appear abstract, but in which one can also detect figurative elements.


Am 16. Januar eröffnet Schönewald Fine Arts in Kooperation mit Matthias Jahn, München und im Rahmen der gemeinsamen Eröffnung der Galerien Flingern von 18 bis 22 Uhr die Ausstellung Gastspiel. Gezeigt werden 30 Werke von sechs zeitgenössischen Künstlern, deren Arbeiten im Rheinland erstmalig einer größeren Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Künstler eint, dass sie sich sowohl figürlich als auch abstrakt mit der Auslotung der Grenzen von Malerei auseinandersetzen. So stellt sich Michael Biber (*1978, studierte bei Markus Oehlen, Sean Scully und Günther Förg an der AdBK in München) durch Einbeziehung von Siebdruck und Belichtungstechniken den Grenzen malerischer Darstellungsweisen und nimmt zugleich am Diskurs um die viel diskutierte Frage nach der medialen Begrenztheit teil. Bibers installationsartige und raumgreifende Arbeiten, Frottagen und Papierarbeiten spiegeln seine vielseitige Beschäftigung mit Materialen wider und bringen seine künstlerischen Denkprozesse zum Ausdruck. Bei Hedwig Eberle (*1977, studierte bei Dr. Marwan an der UdK in Berlin und später bei Sean Scully an der AdBK in München) steht die Farbe im Mittelpunkt. Durch das wiederholte Auftragen und partiellen Abtragens von Farbe auf zumeist hellem, gespachteltem Farbhintergrund verdichtet sich ein Farbgeflecht mit einer feinen Strichführung. Während sich Eberle in den letzten Jahren primär auf das Sujet „Köpfe“ konzentrierte, widmet sie sich in ihrer neuen Werkreihe dem Thema der Landschaft und lässt dabei eine weitere, figürliche Bildebene zu. Auch Matthias Dornfeld (*1960, studierte an der AdBK in München) schichtet Farbflächen übereinander, trägt sie partiell wieder ab, übermalt sie erneut und lässt so einen dichten Bildraum entstehen. In seinen Arbeiten dominieren Objekte wie Vasen oder große Blumensträuße, aber auch Frauenfiguren oder menschliche Gesichter, die oft maskenhaft wirken. Der rumänische Maler Ioan Grosu (*1985, studierte bei Günther Förg an der AdBK in München) experimentiert in seinen Arbeiten mit Aspekten von Intermedialität und greift in seinem prägnanten Duktus Bildthemen auf, die er zum Teil aus der Malerei, dem Film oder der Photographie entlehnt. So setzt er sich in seiner aktuellen Werkreihe mit Motiven aus ungarischen Magazinen der 1970er Jahre auseinander auf deren Grundlage eine Reihe von Arbeiten auf Leinwand und Papier sowie Collagen entstanden. In Lutz Brauns (*1976, studierte bei Per Kirkeby und Thomas Bayrle an der Städelschule in Frankfurt) Arbeiten spiegeln sich neben traumhaften Szenarien auch Themen von Vergänglichkeit, Einsamkeit und Verfall wider. Auch die Farbauswahl verdeutlicht die Ambivalenz seiner Bilder. Neben Arbeiten auf Leinwand nehmen seine bemalten Teppiche einen wichtigen Platz in seinem Œuvre ein. Das vielschichtige Werk von Georg Fuchssteiner (*1982 studierte bei Markus Oehlen an der AdBK in München) verdeutlicht seine nie enden wollende Neugier auf und Offenheit für Kunst, Musik und Literatur. Dabei entstehen sowohl Bilder, die persönliche Erlebnisse und Eindrücke verarbeiten, als auch solche einer fantastischen Bildwelt. Neben realistisch ausgearbeiteten Bildern schafft er auch dichte, zur Abstraktion neigende Arbeiten, bei denen im motivisch verdichteten Bildraum dennoch immer wieder figürliche Elemente zu entdecken sind.