From Gesture to Figure – Josef Albers, Georg Baselitz, Otto Boll, Dan Colen, Konrad Klapheck, Agnes Martin, Anthony McCall, Wilhelm Mundt, Juan Muñoz, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Thomas Schütte, Chris Succo, Norbert Tadeusz

08 May – 03 June

Schönewald Fine Arts is pleased to announce the opening of the new exhibition From Gesture to Figure / Von der Geste zur Figur.
 The exhibition which extends over three rooms, ranges from the 1960s to the present and focuses on the interplay between gesture and figure. 
Already the first room displays, that the presentation, which ranges between figurative and abstract art, reaches from painting, works on paper and photographs to sculptures. The exhibition opens with a drawing from Dan Colen, which was executed with heated and therefore liquid M[&]M’s that became a Leitmotif in his oeuvre: „drawing“ a colored netting. Next to his seemingly abstract „greater whole“, there are three Richter photographs, each ten by fifteen centimteres, painted and dappled with traces of oil. The abstraction is cut by a figurative drawing by Georg Baselitz with the subtitle Elke mit Boxhandschuh (Elke with boxing glove). It leads to a work of German artist Chris Succo, titled Best try, biggest flop, funniest moment. Succo takes white lacquer and oil paint, partially diretcly from the tube of paint and applies it informally on the canvas. With a work by Norbert Tadeusz and a photograph by Sigmar Polke the presentation goes back to figurative art. Cavalli (5) belongs to a series from the late 1990s. Back then Tadeusz concentrated on the anatomy of horses and their interplay and mutually dynamic with the equestrain. Polke’s overpainted photograph is from the mid 1970s when he travelled to Pakistan and Afghanistan. On the basis of the images taken there he created several photographic and pictorial works. The first room closes with two Farbproben by Polke from 1986 and a major work by Konrad Klapheck, titled Einer und Viele. In the second room the view leads first to the work Untitled #12 (1988) by Agnes Martin. On the largest landscape format she used, Martin puts tender color fields next to each other. Light color shades, which only distinguish in nuances, pass linearly with tiny deviations. The Tate Modern in London dedicates the „old lady of Abstract Expressionism“ a retrospective which opens on 3rd June and travels to the K20 in Düsseldorf in mid november. Across from three works on paper by Josef Albers, there is a five-part work – Raincoat Drawing – by Juan Muñoz. The second room closes with 24 drawings by Anthony McCall, titled Leaving (with Two-Minute Silence), which refer to his artistically Leitmotif – space, form and time – and a aluminum Trashstone by Wilhelm Mundt, in which the surrounded exhibits are reflected. In an adjacent side room, above a large-format painting by Norbert Tadeusz, floats a delicate sculpture by Otto Boll, whose endings seem to slightly touch one another thus building a square. A twelve-part work by Thomas Schütte – portraits of women, who vary in their facial expressions and gestures and the installation Ikea Variations II represent the final highlights of the exhibtion.


Schönewald Fine Arts freut sich, die neue Ausstellung From Gesture to Figure / Von der Geste zur Figur anzukündigen. Die Ausstellung, die sich über drei Räume erstreckt, reicht von den 1960er Jahren bis zur Gegenwart und lenkt den Blick auf das Wechselspiel zwischen Geste und Figur. Bereits im ersten Raum wird deutlich, dass sich die Präsentation, die von Malerei, Papierarbeiten, Fotografien bis zu Skulpturen reicht, zwischen figürlichem und abstraktem bewegt. So wird der erste Raum durch eine Zeichnung von Dan Colen eingeleitet, der, was leitmotivisch für sein Werk ist, M&M's in flüssiger Form als buntes Geflecht aufs Papier bringt. Neben Colens abstrakt anmutendem "großen Ganzen" sind drei, zehn mal fünfzehn Zentimeter große Fotografien von Gerhard Richter zu sehen, die er mit bunten Ölresten durchzogen und besprenkelt hat. Die Abstraktion wird durch eine figürliche Zeichnung von Georg Baselitz, die den Untertitel Elke mit Boxhandschuhen trägt, durchbrochen und geht mit einer Arbeit des deutschen Künstlers Chris Succo, der unter dem Titel Best try, biggest flop, funniest moment weiße Lack- und Ölfarbe – teilweise direkt aus der Tube – informell auf die Leinwand aufträgt, wieder zurück zum Gestischen. Mit einer Arbeit von Norbert Tadeusz und einer mit Eiweiß-Lasur kolorierten Fotografie von Sigmar Polke geht die Präsentation ins Figurative über. Cavalli (5) stammt aus einer Serie von Tadeusz aus den späten 1990er Jahren, in der er sich der Anatomie des Pferdes widmet und das Zusammenspiel von Pferd und Reiter, deren wechselseitige Dynamik, in expressiver Farbigkeit auf die Leinwand bringt. Die bereits erwähnte übermalte Fotografie von
Polke entstand gegen Mitte der 1970er Jahre, als Polke nach Pakistan und Afghanistan reiste und auf Grundlage der dort entstandenen Aufnahmen fotografische und malerische Arbeiten entwickelte. Der erste Raum schließt mit zwei Farbproben Polkes aus dem Jahr 1986 und einer frühen Arbeit von Konrad Klapheck, die den Titel Einer und Viele trägt und 1961 entstand. Im zweiten Raum wird der Blick zunächst auf die Arbeit Untitled #12 von Agnes Martin aus dem Jahr 1988 gelenkt. Auf dem stehst von ihr verwendeten Querformat setzt Martin zarte Farbfelder nebeneinander. Die hellen Farbtöne, die sich nur in Nuancen unterscheiden, trennt sie durch Linien aus Graphit voneinander, die linear, mit leichten Abweichungen, verlaufen. Die Tate Modern in London widmet der "alten Dame des abstrakten Expressionismus" ab dem 3. Juni eine Retrospektive, die dann Mitte November diesen Jahres im K20 in Düsseldorf zu sehen sein wird. Gegenüber dreier Papierarbeiten von Josef Albers – die ganz rechts platzierte Arbeit diente als Farbstudie zu Olympia Poster 1972, ist die fünfteilige Arbeit Raincoat Drawings von Juan Muñoz zu sehen. Mit Zeichnungen von Anthony McCall – vierundzwanzig Studien, die leitmotivisch auch für McCalls filmisches Schaffen – Raum, Form und Zeit thematisieren und einem Trashstone von Wilhelm Mundt, in dem sich die umliegenden Exponate spiegeln, schließt der zweite Raum. In einem angrenzenden Nebenraum wird durch ein Bild von Norbert Tadeusz in Form einer Raute, das Thema Mensch und Pferd noch einmal aufgegriffen. Mit Cavalli (10) hält Tadeusz ein Pferderennen szenisch fest - fünf "gesichtslose" Jockeys treiben ihre Pferde dicht neben- und hintereinander gedrängt über die Rennbahn. Oberhalb der großformatigen Leinwandarbeit schwebt eine filigrane Skulptur von Otto Boll, deren Enden sich leicht berühren und ein Quadrat zu bilden scheinen. Eine zwölfteilige Arbeit von Thomas Schütte – zwölf Frauenporträts, die durch ihre Mimikvariieren und als Kaltnadelradierungen auf unterschiedlich farbigem Papier aufgebracht sind sowie die Installation Ikea Variations II bilden den finalen Höhepunkt der Ausstellung.